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HR Giger

Maler, Zeichner, Skulpteur, Architekt und Designer

HR Giger, 1940 in Chur geboren, ist einer der bekanntesten und bedeutendsten Künstler des Phantastischen Realismus.
Weltberühmt wurde er durch sein Design für den Film «Alien», für das er 1980 einen Oscar erhielt.
Seine Bilder, Skulpturen und Designs sind unverwechselbar und geprägt von dem, was er selber «biomechanisch» nennt und das den Zustand des Menschen im Übergang zum neuen Jahrtausend beschreibt: vom technischen Fortschritt überrollt, der «die Gesellschaft in einer zerstörerischen Symbiose von Mensch und Maschine zum Sklaven» macht (Stanislav Grof).

HR Giger nahm 1988 am ersten und 1990 am zweiten von Urs Tremp organisierten «Symposium für Alchemie» im Stadttheater St.Gallen teil und stellte dort Bilder, Skulpturen und Objekte aus.

Am 5. Februar 1940 in Chur geboren. Studiert Architektur und Industriedesign an der Kunstgewerbeschule in Zürich.
Anfang der Sechzigerjahre schafft er seine ersten Werke, hauptsächlich in Tusche («Wir Atomkinder»), aber auch schon Polyesterarbeiten und Ölbilder, was 1966 zur ersten Einzelausstellung in der Galerie Benno in Zürich führt.
Bereits seine ersten grossformatigen Poster (zum Beispiel «Gebärmaschine», 1967), die 1969 veröffentlicht werden, treffen den Zeitgeist und finden weltweite Verbreitung.
Zwischen 1966 und 1969 entstehen einige Polyesterplastiken und der erste «Ausserirdische» für Fredi M. Murers Film «Swiss-made».
1969 schafft HR Giger die grossformatige Siebdruckserie «Biomechanoiden» (Schwarz auf Silber).
Zwischen 1967 und 1971 malt er «Landschaften» und Figuren in Öl, die bereits auf die spätere typische gigereske Darstellung des Organischen verweisen.
Kurz darauf entdeckt er die Spritzpistole (Airbrush) für sich – eine Maltechnik, die er zur Meisterschaft entwickelt und die seinen unverwechselbaren Stil kennzeichnet.

Anfang der Siebzigerjahre arbeitet er an verschiedenen grossformatigen Werkgruppen wie «Passagen», «Hautlandschaften» und den psychedelischen Spritzpistolen-Environments.
1973 entwirft er das Plattencover für die LP «Brain Salad Surgery» der britischen Rockgruppe Emerson, Lake and Palmer (das später zusammen mit jenem für Debbie Harrys «Koo Koo» vom Magazin «Rolling Stone» zu den 100 besten Covers des Jahrhunderts gewählt wird).
1977 veröffentlicht er sein Buch «Giger's Necronomicon». Er erhält den Auftrag, das Monster für das Vorprojekt des Science-Fiction-Horrorfilms «Alien» zu entwerfen.
1978 steht die Finanzierung des Films, und die englische Ausgabe von «Necronomicon» überzeugt den Regisseur Ridley Scott und die Produzenten, dass HR Giger der Richtige ist für dieses Projekt. Mit grosser visionärer Kraft und dem ihm eigenen Perfektionismus kreiert er ein Monster und ausserirdische Szenerien, wie man sie bis dahin noch nicht gesehen hat.
Für das Design dieses Films erhält er 1980 den Oscar für «Best Achievement for Visual Effects» – es prägt die folgende Generation dieses Filmgenres.

Zu Beginn der Achtzigerjahre arbeitet HR Giger an den «N.Y.City»-Bildern und an den «Harkonnen»-Möbeln, die ursprünglich für den Film «Dune» vorgesehen waren. Er wirkt in der Folge für verschiedene Filmprojekte. Bilderserien wie «Victory» und «Japanese Excursion» entstehen.
1987 lernt er anlässlich eines Interviews für die Zeitschrift «essentia» Urs Tremp kennen und nimmt 1988 an dessen erstem «Symposium für Alchemie» in St.Gallen teil.
Im gleichen Jahr entsteht die «Giger-Bar» in Tokio.

1990 nimmt HR Giger auch am zweiten «Symposium für Alchemie» in St.Gallen teil. Er arbeitet am eigenen Filmprojekt «The Mystery of San Gottardo», woraus ein gleichnamiges Buch entsteht – ein Mix aus Comic und Roman. Gigers Biomechanoid spielt darin die Hauptrolle.
1992 eröffnet die Giger-Bar in Chur.

Die Neunzigerjahre sind geprägt von Erwerb und Eröffnung des «Museums HR Giger».
1990 findet anlässlich des 50. Geburtstages von HR Giger eine grosse Ausstellung im Schloss Gruyères statt, die an die 110000 Besucher anzieht. Giger erfährt, dass ein Teil des Schlosses, das sogenannte «Château St.Germain», zum Verkauf steht.
1997 kann er diesen Schlossteil ersteigern. Bereits am 21. Juni 1998 findet die Eröffnung des Museums statt, wobei dieses noch nicht fertig ist und in den folgenden Jahren weiter ausgebaut wird.
Im weitläufigen Museum ist eine Vielzahl von HR Gigers Werken aus praktisch allen Schaffensperioden ausgestellt.
Neben Schlüsselwerken wie «The Spell» und «Passagen» finden sich auch Stücke aus den Filmdesigns wie «Alien», Alien 3», «Dune», «Species», «Poltergeist II» und «The Mystery of San Gottardo».
Im obersten Stockwerk ist HR Gigers Sammlung der Phantastischen Kunst ausgestellt.
Im April 2003 konnte die «Museum HR Giger Bar» eröffnet werden, die Teil des Gebäudes Château St.Germain ist.

HR Giger lebt und arbeitet mit seiner Gattin Carmen Scheifele im 1970 erworbenen, später erweiterten Heim in Zürich.

Offizielle Website: www.hrgiger.com

Bild: Urs Tremp
Bild: Urs Tremp



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